Empfehlungen, Leadportale, SEO, Google Ads — 4 Methoden im direkten Vergleich. Mit echten Zahlen aus 21 Jahren Handwerkermarketing.
Von Cornelius Vogel, Inhaber Act Marketing · 21 Jahre Handwerkermarketing · Aktualisiert: Juni 2026
Handwerklich exzellent — aber beim Thema Neukundengewinnung auf dem Stand von 2012. Das führt zu drei konkreten Problemen.
Empfehlungen kommen, wenn andere es wollen — nicht wenn Ihr Kalender leer ist. Kein Handwerker sollte seinen Jahresumsatz vom Wohlwollen der Bestandskunden abhängig machen. Empfehlungen sind nicht planbar.
Leadportale wie Aroundhome oder Check24 verkaufen dieselbe Anfrage an 4–5 Betriebe gleichzeitig. Alle fünf rufen denselben Kunden an. Wer den Auftrag bekommt, ist meistens der Günstigste. Das Ergebnis: struktureller Preiskampf.
SEO braucht 12–24 Monate Anlauf — für Betriebe, die jetzt Anfragen brauchen, ist das keine Lösung. Ohne ein aktives System fehlt das Fundament für planbare Auslastung, Mitarbeiter-Planung und Wachstum.
Welche Methode für welchen Betrieb passt, hängt von Budget, Gewerk und Region ab. Hier die realistischen Stärken und Schwächen.
Qualitativ die besten Anfragen — keine Preisdiskussion, hohes Vertrauen. Das Problem: nicht steuerbar. Sie kommen, wenn andere es wollen. Kosten: 0 €. Für die kurzfristige Planung ungeeignet, als ergänzender Kanal wertvoll.
Sofort verfügbar, aber die Anfrage geht gleichzeitig an 4–5 Betriebe. Abschlussrate: 5–20 %. Kosten pro Anfrage: 30–120 €. Als Dauerstrategie führen sie zu sinkenden Margen und strukturellem Preiskampf.
Langfristig die nachhaltigste Investition — wer für "Fensterbauer Hamburg" rankt, bekommt dauerhaft kostenlose Anfragen. Der Haken: 12–24 Monate bis erste Rankings erscheinen. Als Ergänzung zu Google Ads sinnvoll, nicht als Primärstrategie.
Jemand gibt "Fensterbauer Bremen" ein — Ihr Betrieb erscheint oben, er klickt, er schreibt an. Kein Umweg, keine Plattform, keine Konkurrenz. Anfragen gehen exklusiv zu Ihnen. Erste Ergebnisse oft innerhalb einer Woche. Kosten pro Anfrage: 15–60 € je nach Region und Gewerk.
| Methode | Geschwindigkeit | Kosten/Anfrage | Qualität | Exklusiv? |
|---|---|---|---|---|
| Google Ads (exklusiv) | Sofort | 15–60 € | Hoch | Ja |
| Empfehlungen | Nicht steuerbar | 0 € | Sehr hoch | Ja |
| Leadportale | Sofort | 30–120 € | Geteilt | Nein |
| SEO / Website | 12–24 Monate | Niedrig (langfristig) | Hoch | Ja |
Kein Portal-Modell. Kein Preiskampf. Ein Betrieb pro Region und Gewerk — und vollständige Messbarkeit von der Anfrage bis zum Auftrag.
Alle Anfragen aus Ihrer Region und Ihrem Gewerk gehen ausschließlich zu Ihnen. Kein Mitbewerber bekommt dieselbe Anfrage. Keine Plattform, kein Preisvergleich.
Sie wissen, wie viel jede Anfrage gekostet hat. Welche Keywords funktionieren. Und Sie können Budget hochdrehen, wenn der Kalender leer wird — und runterdrehen, wenn Sie ausgelastet sind.
Wer eine Anfrage nach 15 Minuten beantwortet, konvertiert 3–4 Mal so oft wie wer nach 24 Stunden antwortet. Wir unterstützen Sie dabei, das System so aufzubauen, dass schnelle Reaktion möglich ist.
Diese Ergebnisse sind dokumentierte Einzelfälle. Ergebnisse hängen von Region, Gewerk, Budget, Wettbewerb und Bearbeitung ab.
27 € Tagesbudget · 20,90 € pro Anfrage · 117.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen im Zeitraum
28,61 € pro Anfrage · 156.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen im Zeitraum
51,03 € pro Anfrage · 204.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen im Zeitraum
Diese Ergebnisse sind dokumentierte Einzelfälle und kein Versprechen für identische Resultate. Ergebnisse hängen von Region, Gewerk, Budget, Wettbewerb und Bearbeitung ab.
Das hängt stark von der Methode ab. Für Google Ads empfehlen wir ein Mindestbudget von 20–30 € pro Tag, also ca. 600–900 € im Monat. Damit lassen sich messbare Ergebnisse erzielen. Leadportale kosten je nach Paket 200–800 € monatlich, liefern aber geteilte Anfragen. SEO ist günstiger in der laufenden Pflege, kostet aber am Anfang 12–24 Monate bis erste Anfragen kommen. Als Faustregel gilt: Rechnen Sie mit dem 3–5-fachen Wert einer Anfrage als monatliches Marketingbudget — dann ist der ROI realistisch positiv.
Google Ads ist die schnellste Methode. Mit einem gut eingerichteten Konto kommen erste Anfragen oft innerhalb der ersten Woche. Bei SEO und Empfehlungen dauert es deutlich länger — oft Monate bis Jahre. Leadportale sind ebenfalls schnell verfügbar, die Anfragen gehen aber an mehrere Betriebe gleichzeitig. Das führt zu Preiskampf und einer deutlich niedrigeren Abschlussrate als bei exklusiven Anfragen.
Für die meisten Handwerker nicht auf Dauer. Das Hauptproblem: Portale wie Aroundhome oder Check24 verkaufen dieselbe Anfrage an 4–5 Betriebe gleichzeitig. Wer den Auftrag bekommt, muss im Preis nach unten gehen. Dazu kommen Leads, die nur Preise vergleichen oder gar nicht wirklich kaufbereit sind. Als kurzfristiger Lückenfüller können sie Sinn ergeben. Als dauerhafte Strategie führen sie zu sinkenden Margen und hohem Zeitaufwand ohne verlässlichen Ertrag.
Ein Lead ist ein Datensatz — Name, Telefonnummer, Projekt. Eine Anfrage ist ein direkter Kontakt, bei dem jemand konkret fragt: "Was kostet das bei Ihnen?" Der Unterschied ist riesig. Viele Portale verkaufen Leads, also rohe Datensätze. Anfragen sind konkrete Kaufsignale, bei denen sich jemand aktiv an Ihren Betrieb wendet. Die Abschlussrate bei echten Anfragen liegt typischerweise 2–3 Mal höher als bei gekauften Leads.
Sobald Sie eine funktionierende Zielseite haben und Budget für mindestens 60–90 Tage bereitstellen können. Google Ads braucht eine Lernphase — der Algorithmus optimiert sich in diesem Zeitraum auf Ihre besten Anfragen. Wer nach 2 Wochen das Budget stoppt, sieht keine echten Ergebnisse. Am besten starten Sie mit einem täglichen Budget von 20–40 €, einem klar definierten Gewerk und einer Region. Mit einer professionell eingerichteten Kampagne und optimierter Zielseite sind erste messbare Ergebnisse nach 2–4 Wochen realistisch.
In 2 Minuten wissen wir, ob Ihr Gewerk in Ihrer Region planbare Anfragen generieren kann.