Nicht jede Methode passt zu jedem Betrieb. Dieser Ratgeber vergleicht alle 7 Ansätze ehrlich — mit Kosten, Geschwindigkeit, Anfragequalität und einer konkreten Empfehlung.
Von Cornelius Vogel, Inhaber Act Marketing · 21 Jahre Handwerkermarketing · Aktualisiert: Juni 2026
Für jede Methode: Geschwindigkeit, Kosten, Anfragequalität und für wen sie wirklich passt.
Wer bei Google "Rolladenreparatur Köln" eingibt, ist kaufbereit. Google Ads schaltet Ihre Anzeige genau in diesem Moment — über den organischen Ergebnissen, bei aktiver Kaufabsicht. Das Ergebnis: Anfragen von Menschen, die jetzt etwas wollen und in Ihrer Region sind. Kein Umweg, keine Plattform.
Karsten P. von AL-Bauelemente aus Bremen erzielte mit einem Tagesbudget von 27 € in 90 Tagen 117 Anfragen bei 20,90 € pro Anfrage. Das dokumentierte Auftragsvolumen betrug 117.000 €.
Dokumentierter Einzelfall. Kein Versprechen für identische Resultate. Ergebnisse hängen von Region, Gewerk, Budget, Wettbewerb und Bearbeitung ab.
Das Prinzip: Alle generierten Anfragen aus einer Region und einem Gewerk gehen ausschließlich an einen einzigen Betrieb. Kein Preiskampf, keine geteilten Leads, kein Mitbewerber, der dieselbe Anfrage bekommt. Das ist das Modell, das Act Marketing umsetzt.
Stefan Meilenbrock von Fensterwelt Meilenbrock in Geldern erzielte 78 Anfragen in 90 Tagen bei einem Auftragsvolumen von 156.000 €. Benjamin Schmidt Bauelemente in Hanhofen: 104 Anfragen in 90 Tagen, 204.000 € Auftragsvolumen.
Dokumentierte Einzelfälle. Kein Versprechen für identische Resultate.
Google My Business ist das kostenlose Profil, das in der Google-Suche und auf Google Maps erscheint. Wer "Elektriker in meiner Nähe" sucht, sieht die lokalen Betriebe in der Kartenansicht — und klickt direkt auf Bewertungen, Öffnungszeiten und Telefonnummer.
Der entscheidende Hebel: aktives Sammeln von Google-Bewertungen. Betriebe mit 50+ Bewertungen bei 4,8 Sternen oder mehr erscheinen häufiger, werden häufiger angeklickt und konvertieren besser. Das kostet keinen Cent — nur Konsequenz beim Nachfassen nach jedem Auftrag.
Wer für Suchbegriffe wie "Sonnenschutz Hannover" oder "Fensterreparatur München" organisch auf Seite 1 rankt, bekommt dauerhaft kostenlose Klicks und Anfragen. SEO ist die nachhaltigste Investition im Online-Marketing — hat aber einen erheblichen Nachteil: den Zeitfaktor.
Für eine neue oder schwach aufgestellte Website sind 12–24 Monate bis zu messbaren Rankings realistisch. SEO funktioniert am besten als ergänzende Strategie: Google Ads bringen kurzfristig Anfragen, SEO baut langfristig organische Präsenz auf.
Leadportale versprechen fertige Anfragen direkt ins Postfach. Die Realität: Dieselbe Anfrage geht an 4–5 Handwerksbetriebe gleichzeitig. Alle rufen denselben Kunden an, alle schicken ein Angebot — und der günstigste bekommt den Auftrag.
Die Abschlussrate bei Portalleads liegt je nach Gewerk bei 5–20 % — deutlich unter dem Niveau bei Google Ads oder exklusiven Systemen (25–40 %). Dazu kommen Anfragen von Kunden, die sich nur informieren wollen oder die Anfrage aus Versehen abgesendet haben.
Empfehlungen sind die qualitativ hochwertigsten Anfragen — kein Rabatt-Feilschen, hohes Vertrauen, kurze Entscheidungszeit. Das Problem: Empfehlungen kommen, wenn andere es wollen — nicht wenn Ihr Kalender leer ist.
Empfehlungen lassen sich aber systematisieren: aktiv nach Bewertungen fragen direkt nach Auftragsabschluss, ein einfaches Weiterempfehlungsprogramm aufbauen, nach 6 Monaten bei zufriedenen Kunden nachfassen. Das erhöht die Empfehlungsquote messbar — macht sie aber nicht wirklich planbar.
Social Media erzeugt Bekanntheit und Vertrauen. Vor-Ort-Fotos, abgeschlossene Projekte, Kundenstimmen — das zeigt Kompetenz und macht den Betrieb greifbarer. Meta Ads können gezielt nach Region und Altersgruppe ausgespielt werden und eignen sich für B2C-Handwerker (Eigenheimbesitzer).
Der Nachteil: Social-Media-Nutzer sind nicht aktiv auf der Suche. Sie sehen eine Anzeige, während sie scrollen — ohne Kaufabsicht. Die Konversionsrate liegt deutlich unter der von Google-Suche. Social Media funktioniert am besten als Ergänzung zu Google Ads, nicht als Ersatz.
| Methode | Geschwindigkeit | Kosten/Anfrage | Qualität | Exklusiv? |
|---|---|---|---|---|
| Google Ads | Sofort | 15–60 € | Hoch | Ja |
| Exklusives System | 1–2 Wochen | 20–55 € | Sehr hoch | Ja |
| Google My Business | Monate | 0 € (Zeit) | Hoch | Ja |
| Website-SEO | 12–24 Monate | Niedrig (langfristig) | Hoch | Ja |
| Leadportale | Sofort | 30–120 € | Niedrig | Nein |
| Empfehlungen | Nicht steuerbar | 0 € | Sehr hoch | Ja |
| Social Media | Mittelfristig | 40–150 € | Mittel | Ja |
Nach 21 Jahren Handwerkermarketing ist unsere Empfehlung klar — aber sie hängt von Ihrer Situation ab.
Google Ads mit professioneller Einrichtung und optimierter Landingpage. Einstiegsbudget 20–30 € täglich, mindestens 90 Tage Laufzeit für aussagekräftige Ergebnisse.
Exklusives Anfrage-System. Act Marketing arbeitet pro Gewerk und Region mit maximal einem Betrieb. Anfragen gehen ausschließlich zu Ihnen.
SEO parallel zu Google Ads. Google My Business als Grundlage in jedem Fall einrichten und aktiv Bewertungen sammeln. Empfehlungssystem aufbauen.
Leadportale als dauerhafte Primärstrategie. Der strukturelle Preiskampf durch geteilte Anfragen führt mittelfristig zu sinkenden Margen und hohem Zeitaufwand ohne planbaren Ertrag.
Alle Zahlen sind dokumentierte Einzelfälle. Kein Versprechen für identische Resultate.
27 € Tagesbudget · 20,90 € pro Anfrage · 117.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen
28,61 € pro Anfrage · 156.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen
51,03 € pro Anfrage · 204.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen
Diese Ergebnisse sind dokumentierte Einzelfälle und kein Versprechen für identische Resultate. Ergebnisse hängen von Region, Gewerk, Budget, Wettbewerb und Bearbeitung ab.
Google Ads und exklusive Anfrage-Systeme sind die schnellsten Methoden. Mit Google Ads kommen erste Anfragen oft innerhalb der ersten 1–2 Wochen nach dem Start. Leadportale sind ebenfalls sofort verfügbar, liefern aber geteilte Anfragen mit deutlich niedrigerer Abschlussrate. SEO dagegen braucht 12–24 Monate bis erste Rankings erscheinen.
Ein realistisches Einstiegsbudget liegt bei 600–900 € pro Monat (20–30 € pro Tag). Dazu kommen Einrichtungs- und Verwaltungskosten der Agentur. Der Preis pro Anfrage liegt je nach Gewerk und Region typischerweise zwischen 15 und 60 €. Karsten P. von AL-Bauelemente in Bremen erzielte 117 Anfragen in 90 Tagen bei 20,90 € pro Anfrage — ein dokumentierter Einzelfall ohne Ergebnisgarantie.
Ja, Google My Business ist vollständig kostenlos. Das Profil einzurichten dauert etwa 30–60 Minuten. Der größte Hebel ist das aktive Sammeln von Bewertungen. Betriebe mit 50+ Bewertungen bei 4,8+ Sternen erhalten messbar mehr Direktanfragen über das Profil — und werden von Google häufiger in den lokalen Suchergebnissen angezeigt.
Social Media erzeugt Bekanntheit und Vertrauen, führt aber seltener zu direkten Anfragen als Google Ads oder SEO. Für Handwerker mit B2C-Ausrichtung (Eigenheimbesitzer) kann Meta Ads ergänzend sinnvoll sein. Als alleinige Hauptstrategie für planbare Aufträge ist Social Media weniger geeignet — die Nutzer dort sind nicht aktiv auf der Suche, sondern sehen Ihre Anzeige beim Scrollen.
Bei einem exklusiven Anfrage-System gehen alle generierten Anfragen zu einem einzigen Betrieb pro Region und Gewerk. Bei Leadportalen werden dieselben Anfragen an 4–5 Betriebe gleichzeitig verkauft. Der Unterschied in der Abschlussrate ist erheblich — exklusive Anfragen konvertieren typischerweise 2–3 Mal besser, weil der Interessent sich aktiv für Ihren Betrieb entschieden hat und keinen Preisvergleich anstellt.
In 2 Minuten wissen wir, ob Ihr Gewerk in Ihrer Region planbare Anfragen generieren kann.