Was kosten Google Ads für Handwerker wirklich? Wie viele Anfragen kommen raus — und für wen lohnt sich der Einstieg? Konkrete Zahlen statt Versprechen.
Von Cornelius Vogel, Inhaber Act Marketing · 21 Jahre Handwerkermarketing · Aktualisiert: Juni 2026
Das Prinzip ist einfach — die Umsetzung entscheidet. Hier der Ablauf von der Suche bis zur Anfrage in Ihrem Postfach.
Ein Hausbesitzer gibt "Fensterbauer Bremen" oder "Rolladenreparatur Hannover" ein. Er ist in diesem Moment aktiv kaufbereit — nicht am Stöbern, nicht am Informieren. Er will jemanden beauftragen.
Ihre Textanzeige erscheint über den organischen Suchergebnissen. Sie zahlen nur, wenn jemand klickt (Cost-per-Click). Klickpreise für Handwerker liegen je nach Gewerk und Region bei 1,50–8 € pro Klick.
Keine generische Homepage — eine speziell auf Anfragen optimierte Seite mit klarem Gewerk, Region, Bewertungen und einem einfachen Kontaktformular. Die Zielseite entscheidet: Wer schlecht aufgestellt ist, verliert 50–60 % der Klicks ohne Anfrage.
Er füllt das Formular aus oder ruft direkt an. Die Anfrage geht ausschließlich zu Ihnen — kein Portal, kein Mitbewerber, kein Preisvergleich. Der Interessent hat sich aktiv für Ihren Betrieb entschieden.
Sie sehen genau: wie viele Klicks, wie viele Anfragen, was jede Anfrage gekostet hat. Kein anderer Kanal liefert diese Transparenz. Budget lässt sich hochdrehen wenn der Kalender leer wird — und runterdrehen wenn Sie ausgelastet sind.
Die Kosten setzen sich aus zwei Ebenen zusammen: Klickpreis und Preis pro Anfrage. Entscheidend ist das Zweite.
Dokumentierter Einzelfall. Kein Versprechen für identische Resultate. Ergebnisse hängen von Region, Gewerk, Budget, Wettbewerb und Bearbeitung ab.
Ein professionelles Setup besteht aus mehreren Schichten, die zusammen funktionieren müssen. Jede davon entscheidet mit.
Keine generische Homepage. Eine Seite, die Ihr Gewerk und Ihre Region klar kommuniziert, Bewertungen zeigt und ein einfaches Kontaktformular hat. Ohne das verschenken Sie 50–60 % der Klickkosten.
Sie müssen wissen, wann jemand eine Anfrage gestellt hat. Formular-Tracking und Call-Tracking für Anrufe. Wer nur Klicks misst, sieht nur halbe Wahrheit — und optimiert auf das Falsche.
Kaufbereite Suchbegriffe: "[Gewerk] [Stadt]", "[Gewerk] Kosten", "[Gewerk] Angebot". Breite Begriffe wie nur "Fenster" sind teuer und wenig zielgerichtet. Spezifisch ist effizienter.
Schließen Sie irrelevante Suchen aus: "Ausbildung", "selber machen", "Stellenangebote". Eine gepflegte Ausschlussliste spart typischerweise 20–35 % des Budgets — ohne eine einzige gute Anfrage zu verlieren.
Definieren Sie Ihr tatsächliches Einzugsgebiet. Wer in Bremen arbeitet, braucht keine Klicks aus Hamburg. Radius-Targeting um Ihren Standort ist effizienter als Bundesland-Targeting.
Sprechen Sie direkt das an, was der Suchende will: schnell, regional, mit Bewertungen. Konkrete Claims schlagen generische Texte in der Klickrate deutlich: "5 Sterne · 33 Google-Bewertungen · Angebot in 24h".
Google Ads funktioniert am besten, wenn potenzielle Kunden aktiv nach Ihrem Gewerk suchen. Das klingt selbstverständlich — ist es aber nicht.
Der Hauptunterschied liegt in der Exklusivität. Bei Google Ads geht die Anfrage zu Ihnen allein. Bei Leadportalen kauft jemand eine Anfrage, die zeitgleich an 4–5 Betriebe geht.
| Kriterium | Google Ads | Leadportal |
|---|---|---|
| Anfrage exklusiv? | Ja — nur Ihr Betrieb | Nein — 4–5 Betriebe |
| Abschlussrate | 25–40 % | 5–20 % |
| Kosten/Anfrage | 15–60 € | 30–120 € |
| Preiskampf? | Keiner | Strukturell |
| Skalierbar? | Ja — Budget jederzeit anpassbar | Begrenzt |
| Messbarkeit | Vollständig — Kosten pro Anfrage | Teilweise |
Mehr dazu: Exklusive Anfragen vs. Leadportale — der vollständige Vergleich →
Alle Zahlen sind dokumentierte Einzelfälle. Kein Versprechen für identische Resultate.
27 € Tagesbudget · 20,90 € pro Anfrage · 117.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen
28,61 € pro Anfrage · 156.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen
51,03 € pro Anfrage · 204.000 € dokumentiertes Auftragsvolumen
Diese Ergebnisse sind dokumentierte Einzelfälle und kein Versprechen für identische Resultate. Ergebnisse hängen von Region, Gewerk, Budget, Wettbewerb und Bearbeitung ab.
Ein realistisches Einstiegsbudget liegt bei 20–30 € pro Tag, also 600–900 € im Monat. Darunter sind die Datenmengen für den Algorithmus zu gering, um zuverlässig zu optimieren. Wer höheres Budget einsetzt, bekommt mehr Anfragen — der Preis pro Anfrage bleibt dabei in der Regel stabil oder sinkt durch bessere Optimierung. Dazu kommen einmalige Einrichtungskosten und laufende Verwaltungsgebühren der Agentur.
Erste Klicks und Anfragen kommen oft innerhalb der ersten Woche nach dem Start. Für aussagekräftige Ergebnisse, auf deren Basis sich optimieren lässt, brauchen Sie mindestens 60–90 Tage. In dieser Zeit sammelt der Google-Algorithmus genug Daten, um die besten Keywords, Zeiten und Zielgruppen zu identifizieren. Wer nach 2–3 Wochen stoppt, sieht keine echten Ergebnisse und verliert das investierte Budget ohne Erkenntnisgewinn.
Drei Dinge sind zwingend notwendig: erstens eine optimierte Zielseite, die Ihr Gewerk und Ihre Region klar kommuniziert, Bewertungen zeigt und ein einfaches Kontaktformular hat. Zweitens korrekt eingerichtetes Conversion-Tracking für Formulare und Anrufe. Drittens Budget für mindestens 60–90 Tage. Das Mindestbudget für messbare Ergebnisse liegt bei 20–30 € pro Tag.
Google Ads sind bezahlte Anzeigen, die sofort ganz oben erscheinen — Sie zahlen pro Klick, unabhängig von Ihrer organischen Sichtbarkeit. SEO baut langfristig organische Rankings auf und kostet danach keine laufenden Klickkosten mehr. Der Nachteil: SEO braucht 12–24 Monate Anlaufzeit. Die Kombination ist ideal: Ads bringen kurzfristig Anfragen, SEO senkt die Kosten langfristig.
Technisch können Sie Google Ads selbst einrichten. In der Praxis verschenken viele Betriebe erhebliches Budget durch falsche Keyword-Auswahl, fehlende negative Keywords oder schlecht konvertierende Landingpages. Eine erfahrene Agentur mit Spezialisierung auf Handwerker zahlt sich aus, wenn das monatliche Budget über 500–600 € liegt. Entscheidend ist nicht nur die Einrichtung, sondern die laufende Optimierung in den ersten 90 Tagen.
In 2 Minuten wissen wir, ob Ihr Gewerk in Ihrer Region planbare Anfragen generieren kann. Wir schauen uns Ihren Markt an: Suchvolumen, realistischer Preis pro Anfrage, Wettbewerb.